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  • Revitalisierte Fassade
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Lendplatz 1 – Goldener Engel

Der Engel in neuem Gewand

Die alte Heimat des Hotels „Goldener Engel“ am östlichen Ende des Lendplatzes hat eine bewegte Baugeschichte hinter sich. Unter dem Einschluss der Bausubstanz aus dem 16. Jhdt. wurde im 18. Jhdt. über dem U-förmigen Grundriss das Gebäude 2-geschoßig errichtet. Veränderungen und Aufstockungen im 19. und 20. Jhdt. störten das einheitliche Erscheinungsbild des Baukörpers empfindlich. Die zur Jahrhundertwende im Südwest-Teil und an der Südseite angebauten 3-geschoßigen Teile in altdeutschem Stil oder die Neugestaltung der Hotelfassade 1931, sind hier nur die dramatischsten Beispiele. Mit der Revitalisierung wurden die Wunden der Zeit verdeckt und die Homogenität eines geschlossenen Baukörpers zum Platz hin wieder hergestellt.

Von fünf nach dem Mietpreis befragten Mietern, zeigten drei den hochgestreckten Daumen und zwei nur ein glückliches Lächeln.

Heute beheimatet das Haus am Lendplatz 21 Wohneinheiten, das Café Admiral und das Griechische Lokal Bakaliko. Der Goldene Engel ermöglicht kostengünstiges Wohnen mitten im Zentrum und bietet direkten Anschluss an das bunte Lendplatz-Leben. Die sofortige Vermietung, der geförderten Wohnungen in der Größe von 38 bis 92m², beweist die Attraktivität des generalsanierten Gebäudes.

The Engel has Lended - Die Eröffnungsfeier

Zum Eröffnungsspektakel des Wohn-Kultur-Hauses am Lendplatz bekannte Bands wie Sado Maso Guitar Club, Sandala Orkestar und The Uptown Monotones vor dem Goldenen Engel. Das gelungene Herbstabendfest am Lendplatz für Mieter, Anrainer und Künstler bringt eine weitere Belebung in die immer attraktiver werdende Gegend.

Der Plan zur Versöhnung und Schaffung von Gemeinsamkeit

Besonderheiten

Was wäre ein Engel ohne passendes Gewand? Durch die Aufstockung des Hauses wurde, wie ursprüngliche vorhanden, ein oberer Abschluss wiederhergestellt. Um die Wunden der Zeit zu verdecken und die Einheit des Baukörpers zu unterstützen, wurde dem Gebäude in ein völlig neues Kleid angezogen.

Die aufwändig gestaltete Fassade greift traditionelle Techniken wieder auf und setzt sie mit modernen Mitteln um. Skraphitotechnik, eine alte Kratztechnik, ist nicht nur in Graz sondern auch in ganz Europa zu finden. Nach zwei Jahren der Sandstrahlversuche und Entwicklung der richtigen Herangehensweise finden sich heute 6.700 gestrahlte Muster an der Fassade. Der geschlossene Baukörper bildet nun einen markanten Abschluss zum Lendplatz hin.

Die zweite architektonische Besonderheit findet sich im Inneren des Gebäudes. Die ursprüngliche Erschließung über einen Pawlatschengang wurde wieder aufgenommen, alle Wohnungen sind über breite Umgänge im Innenhof zugängig. Das vermittelt italienisches Flair und lädt ein Tische und Stühle vor die Wohnungen zu stellen. Der Hof wird damit zur erweiterten Kommunikations- und Wohnzone. Das aus vielen Grazer Innenhöfen bekannte Himmelsloch findet hier seine Entsprechung, durch den Skyframe dringt Tagesllicht in den Pawlatschenhof. Auf Glas wurde bewusst verzichtet, der Blick in den Himmel ist ungetrübt.

Die umfassende Sanierung wurde so behutsam wie möglich umgesetzt. Was erhalten werden konnte, wurde bewahrt. Relikte der alten Bauphasen finden sich in unterschiedlichen Formen in vielen Wohnungen des Goldenen Engels.

Grundriss Bauphase

Nach den Plänen des Architektur- und Designbüros Pentaplan wurde aus dem ehemaligen Hotel Goldener Engel ein geförderter Wohnbau mit insgesamt 21 Wohnungen in der Größe von 38 bis 92m² geschaffen.

Mittelmeerfeeling inklusive: Bakaliko

Bakaliko am Lendplatz
Bakaliko Innenansicht

Mit der Eröffnung des griechischen Restaurants und Feinkostgeschäfts Bakaliko hat Graz ein neues kulinarisches Highlight. Die Entscheidung das Lokal am Lendplatz anzusiedeln, fiel den Betreibern nicht schwer. Der interkulturelle Charakter der Gegend passt hervorragend zum Konzept. Das Bakaliko konzentriert sich neben dem Griechischen auf die Gerichte der Levante, also den gesamten Mittelmeerraum östlich von Italien.

Der Goldene Engel in Zahlen

  • Adresse: Lendplatz 1, 8010 Graz
  • Wohn-Nutzfläche: 1.840 m²
  • Wohneinheiten: 21
  • Gastronomiebetriebe: 2
  • Entstehungszeit: 2006 – 2012

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