• Fassade
  • Aussicht von der Dachterrasse
  • Dachterrassen
  • Wohnbereich
  • Hoffassade

Lendplatz Urban – Das Stadthaus

Gelebte Entwicklung am Lendplatz

Der Bezirk Lend ist in den letzten Jahren das vitalste städtebauliche Entwicklungsgebiet in Graz. Durch die Veränderung finden sich heute viele bemerkenswerte Architektur-Manifestationen vom Mariahilferplatz, über das Kunsthaus bis hin zum Lendplatz. Das Stadthaus am Lendplatz ist ein Spiegel der durchmischten Lebensbereiche seiner Umgebung. Wie es sein soll, verbindet es die unterschiedlichen Funktionen: Hier wird gewohnt, gearbeitet und genossen. Auf über 3.200 m² bietet das neue Gebäude Wohnungen, Büroflächen, Möglichkeiten für betreutes Wohnen und ein Lokal im Erdgeschoß.

Ein Stadthaus vereint Mehrfachnutzung mit dem Lebensgefühl pulsierender Urbanität

Planung

Im letzten Jahrzehnt hat sich der Bezirk Lend zu einem wahren Schmuckstück entwickelt, in der Planungsphase des Stadthauses war diese Entwicklung noch nicht vollständig absehbar. Mit der Realisierung dieses hochwertigen Gebäudes in einem schwierigen Stadtteil hat die Fa. Baukoerper viel zur Aufwertung des Platzes beigetragen. Die Belebung der Gegend war von Beginn an ein wesentlicher Aspekt des Stadthaus-Konzeptes. Dieser architektonische Ansatz trägt wesentlich zur Nachhaltigkeit und Aufwertung eines Gebäudes bei. Gezielte Urbanisierung und Sozialisierung, intelligente Mehrfachnutzung unter Verwendung hoher Materialqualität sichern eine langfristige Werterhaltung.
Der Lendplatz bringt heute alle Vorteile des Stadtlebens zusammen. Durch seine Nähe zum Zentrum, die gute Verkehrsanbindung und dem bunten Mix aus Freizeit- und Einkaufsmöglichkeiten inklusive Bauernmarkt ist er in den letzten Jahren zu einem der beliebtesten Anziehungspunkte der Stadt geworden. Die Wohn- und Geschäftsflächen bieten herausragende Räumlichkeiten in einer begehrten Gegend.

Das Stadthaus bringt Figurensuppe in den Lend

Lendwirbel

Im Rahmen des Lendwirbels 2011 beanspruchen die Künstlerin Cynthia Schwertsik und Pentaplan die Straßen und den öffentlichen Raum rund um das Stadthaus. Der Boden wird zur Leinwand und Begegnungsfläche für Kunst und Menschen. Der lebendige Zebrastreifen hebt vorübergehend die Gesetze auf und verschiebt die Grenzen der Straßenstruktur, Reglementierung und Wahrnehmung. Ohne Rücksicht auf die Straßenmarkierungen breitet sich das Muster aus und setzt Vorhandenes außer Kraft. Das Projekt nimmt sich das Recht miteinander zu gestalten, übernimmt Verantwortung und lenkt die Aufmerksamkeit auf das gelebte Miteinander der Stadt. Das Projekt kommuniziert bereits mit dem gerade entstehenden Goldenen Engel auf der gegenüberliegenden Seite.

Wer die Umgebung ansieht, kann im Umfeld besondere Räume massschneidern

Besonderheiten

Auf dem engen und schmalen Grundstück kann ursprünglich niemand bauen. Eine Tiefgarage ließe sich nur mit Lift realisieren, eine wirtschaftliche Nutzung ist so gut wie unmöglich. Zu allem Überfluss schneidet der Feuerbach einen 1 Meter breiten Streifen ins erste Drittel des Grundstücks. Besitzverhältnisse werden zum Zankapfel und das Projekt ist lange Zeit gefährdet. Erst mit dem Gewinn anliegender Grundstücke und der Genehmigung zur Über- und Unterbauung des Feuerbachs durch die Republik Österreich ist ein Konsens hergestellt, auf dem die Planung beginnen kann. Die Errichtung dieses urbanen Projekts war nur durch Einbeziehung und Veränderung aller im Anschluss befindlichen Grundstücke möglich. Durch die Realisierung haben auch die Nachbarliegenschaften von diesem durchdachten Gesamtkonzept profitiert.

Das Stadthaus ist seiner Zeit planungstechnisch voraus

Auf dem Grundstück selbst trifft die Bebauung der Gründerzeit auf die Biedermeierbebauung. Der Entwurf von Pentaplan greift ursprüngliche Elemente der Architektur des Standorts wieder auf und entwickelt sie weiter. Die streng vertikal gegliederte Fensterrasterung der gründerzeitlichen Bebauung und das Aufeinandertreffen zwischen Blockrandbebauung und Hofstättenhaus findet auch im Stadthaus seine Entsprechung. Aufgelöst wird die historische Architektur über die Fassade und die aufgesetzten Penthäuser am Dach des Stadthauses. Die Anpassung an bestehende Gebäudehöhen wird über die zurückgesetzten Dachgeschoße erreicht. Die beiden obersten Wohngeschoße sind damit vom Platz aus nicht einsehbar und öffnen den Raum zum Schlossberg und nach Süden hin. Durch die Zurückstufung sind den Penthäusern große Dachterrassen vorgelagert.
Bemerkenswert am Stadthaus ist auch seine nachhaltige Kühlung, bei seiner Fertigstellung 2004 eines der innovativsten Systeme am Markt. Über Bauteilaktivierung der Decke wird das Gebäude geheizt und mit Murwasser gekühlt. Durch den Entfall einer elektrischen Klimaanlage braucht das Gebäude zum Kühlen und Heizen weniger Energie als vergleichbare Gebäude für die Erwärmung alleine.

Das Stadthaus in Zahlen

  • Adresse: Lendplatz 45, 8020 Graz
  • Wohn-Nutzfläche: 3.230 m²
  • Wohnfläche: 11 Wohnungen von 60 bis 140 m² in 2 Geschoßen, 1.100 m²
  • Büroflächen: 800 m²
  • Laborräumlichkeiten: 330 m²
  • Betreutes Wohnen: 11 Wohneinheiten mit 700 m²
  • Lokal: 150 m²
  • Tiefgarage: 72 Stellplätze in 2 Geschoßen
  • Entstehungszeit: 2000 - 2006

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